Weihnachten-2020

Christkind warnt vor Weihnachten

Während ganz Österreich am ersten Adventsonntag im Kreis der engsten 25 Bezugspersonen um den Adventkranz versammelt ist und die erste Kerze entzündet wird, meldet sich das Christkind mit einem alarmierenden Aufruf kurz vor Weihnachten 2020:

„Liebe Österreicherinnen und Österreicher, wir befinden uns nur wenige Wochen vor dem Weihnachtsfest und die Lage ist dramatischer denn je. Auch meine Branche ist von den Folgen der Pandemie nicht verschont geblieben und so habe ich vor allem personell starke Verluste zu verzeichnen. Das Handwerk des Zimmermanns war in den letzten Jahren schon immer weniger gefragt, mit dem ersten Lockdown hat sich die Auftragslage noch einmal verschlechtert und so befindet sich Josef seit März in Kurzarbeit. Maria hat vor drei Tagen von der Freistellung für Schwangere in Berufen mit Körperkontakt erfahren und hat daraufhin prompt ebenjenen Antrag gestellt – sie bleibt nun bis zur Niederkunft Zuhause. Auch die Hirten werden in diesem Jahr nichts von der freudigen Botschaft erfahren, denn der Chor der Engel weigert sich Masken beim Verkündigungs-Gesang zu tragen. Ein weiterer Verlust ist am Ort des Geschehens zu betrauern. Ochs und Esel mussten vorsichtshalber exekutiert werden, da hinter dem Stall eine Pelztierfarm betrieben wurde, die mutierte Super-Corona-Viren hervorgebracht hat – der einzige Lichtblick dieses Jahr: Jesus kann heuer statt auf Stroh auf Nerz gebettet werden. Ein weiteres Problem gibt es an diesem Weihnachten bei den heiligen drei Königen. Sie haben mir mitgeteilt, dass es im Moment zu großen Lieferschwierigkeiten bei Gold, Weihrauch und Myrrhe kommt und sie außerdem ohne negativen PCR-Test nicht ins Land einreisen dürfen oder zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen – das wird knapp bis zum 6. Jänner 2021. Auch die vorweihnachtlichen Boten stehen in diesem Jahr vor großen Herausforderungen. Zwar hat die Regierung nun bekannt gegeben, dass der Hl. Nikolaus am 6. Dezember losziehen darf, aber glauben Sie wirklich, ich schicke einen Mitarbeiter, der zur Hochrisikogruppe zählt, zu tausenden von Kindern? Auch sein Kollege der Krampus kann seine Dienste in diesem Jahr nicht erfüllen, da er sich nicht auf eine Bezugsperson festlegen kann – völlig verständlich bei Österreichs Politikern.

Liebes Österreich, in diesem Jahr richte ich daher eine Bitte an alle: Werdet Geschenke-Tracer und helft mir, alle Wünsche des Landes bis Heiligabend zu erfüllen! Hier ist bereits die erste Wunschliste:

  • Basti Kurz: „Corona-Risiko – die Pressekonferenzen-Edition!“ Wer die meisten Pressekonferenzen hält, hat gewonnen.
  • Gernot Blümel: Laptop (wie jedes Jahr)
  • Werner Kogler: Ein Hochdeutsch-Mundart-Wörterbuch, damit kann er weiterhin bei Pressekonferenzen die Aussagen von Kurz für das einfache Volk übersetzen.
  • Karli Nehammer: Mehr Speicherplatz im E-Mail-Postfach, damit die Mails aus Slowenien zukünftig direkt einlangen können.
  • HC Strache: Meldezettel in Oberösterreich (vornehmlich Braunau)
  • Birgit Hebein: „Mensch ärgere Dich nicht“ (Die Trinkspiel-Version)
  • Alexander Van der Bellen: wünscht sich in diesem Jahr ja nicht wieder ein Bierlein!

Wer den ein oder anderen Wunsch erfüllen kann, meldet sich bitte direkt bei meiner Dienststelle.

Besinnliche Adventzeit,

Das Christkind“

Hier gibt es weitere Meldungen zu Trump, dem Kleinwalsertal und Papst Franziskus.

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