Killer-Pflanzen

Florassic Park

Es ist mittlerweile mehr als bekannt, dass Menschen nicht aus ihren Fehlern, den Fehlern von anderen und schon gar nicht aus der Geschichte lernen. Bis dato galt aber die Annahme, dass Menschen tatsächlich aus Hollywood-Filmen Lehren für ihr Leben ziehen. Nun ist es der Wissenschaft gelungen, durch eigene Fehlentscheidungen, diese These zu widerlegen.

2012 gelang es russischen Wissenschaftlern rund 38 Meter unter der Oberfläche des Permafrostbodens Pflanzenmaterial sicherzustellen. Dabei handelte es sich nicht um irgendein Gänseblümchen, sondern um eine über 32.000 Jahre alte Pflanze. Während all der Jahre unter dem immer dicker werdenden Permafrostboden blieb die Pflanze unversehrt und tief gefroren. Die russischen Forscher tauten das Pflänzchen langsam auf, extrahierten aus den Früchten Gewebe und entwickelten daraus neue Setzlinge, die sie einpflanzten und ebenfalls zum Blühen brachten.

Soweit ist noch alles eine faszinierende Entdeckung der Naturwissenschaft, bis die BOKU Wien, Universität für Bodenkultur, ins Spiel kommt. Die Wissenschaftler der Wiener Universität stehen seit Jahren in regem Austausch mit den russischen Kollegen, wodurch sie nun einige der jungen Setzlinge erhielten. Die Universität vertritt zudem seit Jahren den Ansatz, Wissenschaft erlebbar zu machen und so entstand die Idee, die Jahrtausende alten Pflanzen in einem Erlebnispark der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – Florassic Park war geboren.

Killer-Pflanzen auf der Donauinsel

Schnell war der geeignete Platz für einen solchen Erlebnispark gefunden: die Wiener Donauinsel. Vor Eröffnung des Parks wurde ein Experten-Team geladen, das das Sicherheitskonzept überprüfen sollte. Während die Spezialisten den Park inspizierten, drehte der Hausmeister versehentlich den Wasserhahn ab und alle Sprinkler in den Terrarien, in denen sich die Pflanzen befanden, waren plötzlich ohne Wasser. Die Königin der Pflanzen, die sogenannte P-Rex, dürstete sofort nach Wasser und steckte ihren Blütenkopf aus dem Terrarium. Einer der Sicherheitsexperten stand in diesem Moment davor und wurde von Blütenstaub getroffen und erlitt umgehend einen allergischen Schock.

Den Park-Verantwortlichenwurde inzwischen klar, in welch misslicher Lage sie sich befanden und sie versuchten panisch den Wasserhahn wieder aufzudrehen. Der Hausmeister hatte nach neuerlichem Misserfolg die Idee, die einzige andere Wasserzufuhr auf der Insel zu verwenden, die sich aber genau hinter dem Terrarium von P-Rex befand. Der Park-Gärtner machte sich daraufhin mutig mit seinem Parkpfleger auf den Weg zur königlichen Pflanze.  Die beiden übrig gebliebenen Experten sahen sich währenddessen zwei Efeu-Raptoren gegenüber, die einen starken Blattlausbefall aufwiesen und mit Säure um sich spritzten. Ein Tropfen traf einen der beiden Sicherheitsspezialisten, der daraufhin schwer getroffen sich das Auge wischte und zu Boden ging.

Den Parkbetreibern gelang es unterdessen einen Hubschrauber zu rufen. Die verbleibende und letzte Sicherheitsspezialistin nahm darin Platz, doch als der Hubschrauber abheben wollte, schlang sich ein heimtückischer Efeu-Raptor um die Maschine und hielt sie zurück am Boden. In diesem Moment sprang der Gärtner aus seinem Jeep, dem mittlerweile gelungen war, den Wasserhahn wieder aufzudrehen und trennte mit einem geübten Schnitt die Kletterpflanze von dem Hubschrauber und die Sicherheitsexpertin entfloh aufs Festland.

Der Öffentlichkeit und Presse ist seither nichts näher bekannt und die Regierung kann sich auch nach intensiver Befragung an keine Vorfälle erinnern.  

Hier gibt es weitere Meldungen zu Österreichs Politikern, Sebastian Kurz und der Deutschen Bahn.

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